Modisch und Sicher ?

... klar geht das :-)

 


                                            

Schnittschutzkleidung


Schon mal die Abkürzung PSA gehört? Wenn ein Sägenprofi von einer PSA spricht, meint er damit eine persönliche Schutzausrüstung. Diese setzt sich in der Regel zusammen aus Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefeln, einem Helm und Handschuhen. Wenn man mit Kettensägen arbeitet, muss man sich im Klaren darüber sein, dass man mit lebensgefährlichen Geräten hantiert. Immerhin können diese Maschinen ganze Bäume zerschneiden. Durch menschliche Gliedmaßen würde das Schwert einer Säge wie durch Butter gehen - und das ist nicht erst seit dem berühmten Film "Saw" bekannt. Daher geht Sicherheit definitiv vor.Sägen ohne PSA ist seh
r gefährlich. Gerade in Wald und Wiese können Wurzeln, Holzscheite oder Steine im Weg liegen und einen ins Straucheln bringen. Nasses Gras kann glatt wie Schmierseife sein, so dass man darauf ausrutschen kann. Hält man dabei eine laufende Kettesäge in der Hand, entsteht eine zweifelsfrei lebensgefährliche Situation. Ganz besonders dann ist es wichtig, eine einwandfreie Schnittschutzausrüstung zu tragen.
                                                                                     
Eine Schnittschutzhose besteht rein äußerlich aus strapazierfähigem Stoff. Doch berührt die Sägenkette diesen erstmal, reißt sie das Schnittschutzmaterial aus dem Inneren heraus. Dieses wickelt sich innerhalb von einer Zehntelsekunde um das Kettenrad und bringt dieses zum Stillstand. Die Kette frisst sich quasi fest, bevor sie am Bein ernsthafte Verletzungen verursachen kann. Im Netz gibt es einige Videos, in denen getestet wird, wie diese Schnittschutztechnik funktioniert. Sie sind sehr lehrreich und daher sehr zu empfehlen. Schnittschutzhosen sind DIN-genormt. Eine Schnittschutzhose muss zwingend der DIN EN-381-5 entsprechen. Ansonsten ist sie nicht sicher und bietet somit keinen ausreichenden Schutz vor Verletzungen.


                                                        
Ein Helm kann dem ein oder anderen beim Sägen hinderlich vorkommen. Aber ein Helm schützt. Nicht nur in einem offensichtlichen Fall, wie herabstürzenden Ästen oder Bäumen, die gefällt werden. Er schützt auch vor peitschenartigen Schlägen von dünnen Zweigen beim Wegräumen des Zweigwerks und wenn man das Visier herunter klappt, schützt der Helm somit auch die Augen, welche ungeschützt wirklich oft in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch die Helme sind DIN-genormt und sollten unbedingt der DIN EN 397(Kopfschutz), 352(Gehörschutz) und 1731(Gesichts/ Augenschutz) entsprechen. Sie enthalten einen Gesichts- und Gehörschutz. Der Gehörschutz - von Profis liebevoll "Micky Mäuse" genannt - sollte auch wirklich aufgesetzt bzw. runtergeklappt werden. Eine Kettensäge kann bis zu 120 Dezibel erreichen. Es ist allgemein bekannt, dass Lautstärken dieser Höhe irreparable Schäden unseres Gehörs zur Folge haben. Also: Micky Mäuse aufsetzen, sobald die Säge läuft!




Gute Stiefel oder Schuhe sind immer wichtig. Aber wenn man mit Kettensägen arbeitet, sind sie doppelt so wichtig, denn schnell rutscht man mal ab und die auslaufende Säge trifft auf den Fuß. Bedenkt man, wie filigran die menschlichen Füße von Mutter Natur ausgearbeitet wurden, kann man sich gut vorstellen, dass eine Verletzung durch eine Kettensäge allerschlimmste Folgen haben kann. Schnittschutzfeste Stiefel oder Schuhe weisen stets eine Schaftlänge von mindestens 19,5 cm auf. Sie haben eine grobe Sohle, um Ausrutschen zu verhindern, eine Zehenschutzkappe und einen Knöchelschutz. Auch sie sind DIN-klassifiziert nach
DIN EN 345 und 344 Teil 2.




Wer schon mal eine Weile mit einer Kettensäge gearbeitet hat, weiß, dass die Hände nicht nur schnell kalt werden, sondern auch rutschig. Manchmal zieht man sich sogar Blasen an den Händen zu, wenn man sehr lange mit einer Säge tätig ist. Gute Handschuhe sind nicht nur praktisch, sondern haben auch einen gewissen Sicherheitsaspekt. Genormt nach DIN EN 381-7 und 388, sollen sie davor schützen, dass einem die laufende Säge aus der Hand rutscht. Abgesehen davon, bleiben die Hände natürlich deutlich sauberer, wenn man Handschuhe trägt. In Deutschland ist das Tragen einer PSA gemäß § 4 der Unfallverhütungsvorschrift Forsten Pflicht. Menschen mit langen Haaren sollten beim Sägen darauf achten, ihre Haare hochzustecken oder zusammen zu binden. Wie auch schon bei einer herkömmlichen Bohrmaschine, können die Haare sich im schlimmsten Fall aufwickeln und einen innerhalb von Sekunden skalpieren. Eine gute PSA sollte wie angegossen sitzen. Zu große Schuhe schlackern und können einen zum Stolpern bringen. Zu große Handschuhe können sich im ungünstigsten Fall in der laufenden Kette verfangen. Eine zu große Schnittschutzhose, bei der die Hosenbeine zu lang oder zu weit sind, kann zum Verhängnis werden, wenn man an abstehenden Ästen oder am Boden liegenden Zweigen hängen bleibt, strauchelt und in die laufende Kette fällt. Also nehmen Sie sich Zeit, die für Sie passende PSA zu finden. Wenn man die richtigen Produkte für sich gefunden hat, trägt man sie auch gerne, denn dann sind sie bequem.
Alle diese DIN - Normen werden in der Regel erfüllt wenn die PSA folgende Piktogramme trägt:

          
diese Piktogramme zeigen das dieses Produkt durch das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) geprüft und für die Wald und Forstarbeit als tauglich und sicher eingestuft wurde.
Das es sich um Schnittschutzbekleidung handelt zeigt folgendes Piktogramm:

 
Ein paar Links um sich das für sich passende Outfit zusammen zu stellen :
DOLMAR PSA
engelbert strauss
Arbeitsschutzexpress

Text: Anna Jedamczyk
Bilder:
- Dolmar
- KWF e.V.